Wie finde ich das beste Tagesgeldkonto?

Das beste TagesgeldkontoFalls es überhaupt „ein bestes Tagesgeldkonto“ gibt, ist dies dennoch pro Kunde unterschiedlich. Jeder Kunde hat andere Anforderungen und auch andere Anlagesummen. Der erste Aspekt ist die Höhe der Anlagesumme. Oft bieten Banken den angegebenen Zinssatz nur für eine bestimmte Höhe der Anlagesumme an. Alles was darüber hinausgeht, wird meist mit einem sehr viel geringeren Zinssatz verzinst.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Zinsgarantie. Dabei garantiert der Tagesgeld-Anbieter für eine bestimmte Dauer einen Zinssatz der sich während dieses Zeitraums nicht ändert. Falls die Bank solch eine Zinsgarantie anbietet, beträgt diese in der Regel 3 bis 12 Monate. Das wichtige dennoch ist, wie hoch ist der Zinssatz nach dieser Zeit. Hält sich dieser noch im Durchschnitt mit den anderen Banken ist alles gut. Mittels eine Vergleichs kann man prüfen ob der Zinssatz (nach der Zinsgarantie) zum aktuellen Zeitpunkt sehr viel geringer als die Konkurrenz ist oder auf einem ähnlichen Niveau. Befindet sich der Zinssatz auf einem ähnlichen Niveau, kann man davon ausgehen, dass dies nach der garantierten Zinsgarantie auch der Fall ist. Bei der Zinsgarantie gibt es demnach folgendes zu beachten. Man sollte wenn möglich solch ein Angebot mit einem garantierten Zinssatz wählen. Um aber nach diesem Zeitraum weiterhin gute Zinsen zu erhalten, sollte man im vornherein prüfen, ob der nicht-garantierte Zinssatz sich auf ähnlichem Niveau der anderen Kreditinstitute befindet.
Neben diese Faktoren sollte man ebenso die Anzahl der Zinsgutschriften beachten. Je nach Bank erhält man eine monatliche, vierteljährliche, halbjährliche oder jährliche Zinsgutschrift. Dies scheint im ersten Moment für die meisten Anleger unwichtig zu sein, ist es aber nicht. Denn je häufiger man eine Zinsgutschrift erhält, desto besser profitiert man vom Zinseszinseffekt. Erhält man eine monatliche Zinsgutschrift auf sein Guthaben, wird dieser Zins bei der nächsten Zinsgutschrift mit einbezogen. Man erhält somit auf die bereits erhaltenen Zinsen wiederum Zinsen. Dies erhöht den Zinssatz. Im Gegenzug bedeutet das, das bei einer jährlichen Zinsgutschrift der Nominalzins = Effektivzins bedeutet. Hat man also die Auswahl zwischen einer monatlichen oder jährlichen Gutschrift, sollte man sich immer für die monatliche entscheiden. Denn somit steigt der Zinssatz noch ein wenig.
Der letzte aber nicht unwichtigste Aspekt ist die Sicherheit der Geldanlage. Heutzutage sind alle Banken in Deutschland sowie in der EU, per Gesetz an die gesetzliche Einlagensicherung gebunden. Solange die Anlagesumme 100.000 Euro nicht überschreitet, muss man sich bei diesem Punkt kaum Gedanken machen. Denn die gesetzliche Einlagensicherung garantiert eine Hundertprozentige Absicherung des Kapitals bis 100.000 Euro pro Kunde pro Bank. Sollte man diese Anlagesumme übersteigen, sollte man darauf achten, dass die Bank Mitglied in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem ist. Dies kann der Sicherungsfond des Bundesverbandes Deutscher Banken, sowie der Einlagensicherungsfond des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands oder eine Bankeneigene Sicherungseinrichtung wie z.B. der Volksbank-Raffeisenbanken oder der Sparkassen Finanzgruppe. Der Sicherungsfond des Bundesverbandes garantiert eine Hundertprozentige Absicherung des Guthabens bis max. 30% des Eigenkapitals der Bank. Je nach haftenden Eigenkapitals der Bank unterscheidet sich dies. Für eine genaue Auskunft, sollten Sie dies immer auf der Webseite der Bank erfragen. Die Sparkassen-Finanzgruppe sowie die Volksbank/Raiffeisenbanken garantieren unabhängig immer eine Hundertprozentige Absicherung des angelegten Kapitals. Wer also über die Summe von 100.000 Euro hinausgeht, sollte prüfen ob die Bank in einem freiwilligen Einlagensicherungssystem Mitglied ist. Schlussendlich hängt es vom Anleger und dessen Ansprüche ab, welches das beste Tagesgeldkonto ist. Jeder Kunde muss somit individuell sein persönlich bestes Tagesgeldkonto bestimmen. Je nach Höhe, Dauer und Bedürfnisse kann sich dies unterscheiden.

Zusammengefasst:

  1. Höhe der Anlagesumme für diesen Zinssatz prüfen
  2. Zinsgarantie in Anspruch nehmen, aber auch die Höhe des Zinssatzes danach prüfen
  3. Je öfter die Zinsgutschrift, desto höher ist der Effektivzinssatz
  4. Einlagen sind bis 100.000 Euro abgesichert – darüber hinaus gibt es freiwillige Einlagensicherungen

Wie findet man das richtige Konto für sich?

das richtige KontoDas beste Konto findet man in dem man alle Banken-Produkte mittels eines Online-Vergleichs vergleicht. Zuerst sollte man sich aber entscheiden ob man sich für ein Tagesgeldkonto oder ein Festgeldkonto für die zukünftige Geldanlage entscheidet. Diese beiden Kontoarten haben grundlegende Unterschiede und sind je nach Anforderungen für einen Kunden geeignet oder weniger geeignet. Beim Festgeld legt man sich für eine bestimmte Anlagedauer fest und kann in diesem Zeitraum nicht auf sein Kapital zugreifen. Beim Tagesgeld hingegen kann man, unabhängig wie hoch die Summe des Anlagebetrags ist, täglich über sein Kapital verfügen. Im ersten Schritt sollte man sich deshalb dessen bewusst sein und für sich entscheiden ob man sein Geld in den nächsten Monaten/Jahren benötigt oder nicht. Sobald man sich diesem Aspekt bewusst geworden ist, kann der Vergleich beginnen.
Je nach Wirtschaftslage gibt es aber noch einiges zu beachten.
Wenn man sich in einer Niedrigzinsphase befindet und somit die Zinsen des Tagesgeld oder auch Festgeldes sehr niedrig sind, sollte man sein Geld nicht für einen längeren Zeitraum binden. Den nach einer Niedrigzinsphase folgen in der Regel wieder steigende Zinsen. Wenn man sich demnach in einer Niedrigzinsphase für ein Festgeldkonto über einige Jahre entscheidet, ist man auch für diesen Zeitraum auch an den Zinssatz gebunden, welcher beim Abschluss gültig war. Steigen die Zinsen am Markt in diesem Zeitraum, muss man sich mit den niedrigeren Zinsen welche im Vertrag festgelegt sind, begnügen. Aufgrund dessen sollte man sich im Voraus gut überlegen ob man sich in solch einer Zinsphase für eine feste Geldanlage entscheidet.
Beim Tagesgeld ist dieser Aspekt eher zu vernachlässigen. Den beim Tagesgeldkonto können sich die Zinsen täglich ändern. Befindet man sich also in einer Niedrigzinsphase erhält man weniger Zinsen auf sein angelegtes Geld, befindet man sich dagegen in einer Hochzinsphase erhält man einen besseren Zinssatz auf sein angelegtes Kapital.